"Mit unverkennbar österreichischen Wurzeln in der äußersten Banlieue von Strasbourg aufzuwachsen, erfordert, das ewige Spiel aus kosmopolitischer Bodenständigkeit und ostentativer Zurückhaltung täglich neu anzunehmen und aktiv zu gestalten. Aber genau darin sehe ich eine Chance, die nicht jedem zuteil wird. Ich denke, ich habe sie genutzt" (Pellatio Honk, Interview in Vague, 29.02. 2005).


Pellatio Honk gilt in der Szene als "vielseitiger Meister der Saiten" (Katz 2005: 183f.). Was im zarten Jugendalter bei Falk von der Höri mit ersten Gehversuchen auf Schellenkranz, Rassel, Blockflöte und Xylophon begann, entwickelte sich bald zu einer spielerisch-obsessiven Form der unablässigen musikalischen Mitteilung. Später, als Kellner im legendären Club Culotte, erlebte Honk die legendären Louis Vola und Boulou Ferré auf der Bühne, was er selbst als sein ?musikalisches Erweckungserlebnis? bezeichnet. Eine kurzfristige Gefälligkeit als Aushilfsgitarrist bei Les Narines brachte ihm sein erstes festes Engagement. Im selben Jahr lernte er auf dem seinerzeit in der Undergroundswingszene berüchtigten Festival in Porte Jarretelles die noch blutjungen Mehmetti und Mr. Kairo kennen, die dort mit den Szlengro Boys im Vorprogramm von Billy Marokko & Tambour d'Aisselle auftraten. Jahre später kreuzten sich seine Wege erneut mit den Szlengro Boys, die nun - neu formiert als Skurilli - auf den Straßen und Bahnhöfen Europas für Furore sorgten. Seither fügt Pellatio Honk mit seinem virtuosen Bassspiel, einer Mischung aus slappen und poppen in der Art eines Victor Baileys, die musikalischen Fragmente Skurillis zu einem großen Ganzen zusammen. Seine einzigartig schnellen und genialen Soli auf dem Bass setzen in punkto Genauigkeit, Sauberkeit und Originalität bis heute bei Skurilli ungekannte Maßstäbe.


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