Den aus orientalisch Westfalen stammenden Gitarristen erkennt man unbesehen nach den ersten Akkorden, denn Mehmetti ist berüchtigt für seinen kompromisslos Downstroke-orientierten Swing-Stil, dem stets auch die harten Klänge einer Bouzouki innewohnen. Seine musikalischen Einflüsse sind Legion und reichen von Django Reinhardt über Johnny Ramone bis Peter Bursch. Als leidenschaftlicher Purist verweigerte Mehmetti sich jahrzehntelang vehement jeglicher technischer Neuerung, bis zum legendären Auftritt im Club Culotte im Jahr 2006, wo er erstmalig seine Gitarre verstärkte. Was zunächst drohte, zu einer Kluft zwischen Traditionalisten und progressiven Fans in der Skurilli-Gemeinde zu führen, entpuppte sich bald als genialer Schachzug des auch durch seine Bühnenpräsenz immer neue Impulse gebenden Vollblutkünstlers. Seine Bühnenshow ist deutlich geprägt durch den Chasapiko, den Metzgertanz der Griechen aus dem ehemaligen Konstantinopel, melodisch geprägt wurde sein Spiel vor allem durch Eindrücke, die er auf Wanderungen in der ungarischen Puszta und den einsamen Weiten des griechischen Episkepsi-Hochlandes sammelte.

 

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