Billy Marokko ist der Schöngeist unter den modernen Schlagzeugern: Aus einer Künstlerfamilie stammend, beschäftigt er sich neben der Musik vor allem mit Theater, Film und Literatur.

 

Doch der Eindruck des Bourgeois täuscht: Aufgewachsen in einem unbeheizten Holzkasten in einer Berghütte in der Eifel, lernte Billy Marokko früh, was Entbehrung bedeutet. Sein Hang zur Askese spiegelt sich unablässig in seinem reduzierten Schlagzeugstil, der jedoch, bereichert durch seine auf zahlreichen Afrikareisen und Ausflügen in die Freikörperkultur erworbenen anthroposophischen Eindrücke in stetig wiederkehrenden Schüben polysemiotische Aufladung erfährt.

Er wagt den Blick über den Tellerrand der Genres und scheut nicht die Auseinandersetzung mit der klassischen U-Musik.

 

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